20 July, 2019, 05:17

Das sollten Sie über E Scooter wissen!

Wenige Modelle mit einer Bauartzulassung des Kraftfahrtbundesamtes dürfen jetzt schon fahren. Ab Juni wird es sehr viel einfacher, mit einem elektrischen Tretroller durch Stadt und Land zu flitzen. Direkt aus dem Verkehrsministerium verlauten die wichtigsten Details.

Mikromobilität heißt das neue Zauberwort, das zahlreiche Verkehrsprobleme zu lösen verspricht: Vor allem soll damit die Autolastigkeit der Städte abnehmen, ebenso wie Parkraumprobleme und Verdrängung der schwächeren Verkehrsteilnehmer. So hofft man im Verkehrsministerium und auch zahlreichen Städten. Mikromobilität umfasst vergleichsweise kleine Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb, wie beispielsweise elektrische Tretroller, E-Scooter, Segways, aber auch Hoverboards und E-Skateboards. Diese werden unter dem Oberbegriff „Elektrokleinstfahrzeuge“ zusammengefasst.

Bisheriger Stand: Nur sehr wenige e-Tretroller haben bisher eine Ausnahmegenehmigung des Kraftfahrt-Bundesamtes. Diese dürfen schon bedenkenlos im öffentlichen Raum gefahren werden. Alle anderen müssen noch den Mai über warten. Ansonsten riskieren sie Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, ohne Fahrzeugzulassung oder ohne Versicherungsschutz. Darüber hinaus kann es Punkte in Flensburg geben.

Worin unterscheiden sich vor dem Gesetz Elektrokleinstfahrzeuge, E-Tretroller, Pedelecs und S-Pedelecs bzw. Leichtmofas?

Ohne Helm viel Spaß

Elektrokleinstfahrzeuge sind eine neue, in der Straßenverkehrsordnung bisher unbekannte Klasse von Fahrzeugen. Sie werden ausschließlich durch einen elektrischen Motor angetrieben, ohne weitere Unterstützung wie etwa Muskelkraft. Der Sammelbegriff umfasst e-Tretroller (ohne Sitz) ebenso wie e-Scooter (mit Sitz). Auch elektrisch angetriebene Skateboards, Hoverboards und Segways fallen unter diese Kategorie. Hier trifft das Gesetz noch eine feine aber wichtige Differenzierung: Elektrokleinstfahrzeuge mit Lenker werden zugelassen, ohne Lenker nicht. Elektro-Skateboards, Hoverboards bleiben außen vor. Segways hingegen sind bereits zugelassen und bleiben zugelassen, gemäß der bisher gültigen Mobilitätshilfenverordnung (MobHV). Die kommende Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung löst künftig die MobHV ab.

Das Pedelec ist ein Fahrzeug – meist Fahrrad – mit einem Elektro-Hilfsantrieb. Dessen Antrieb wird mit zunehmender Geschwindigkeit geringer. Sobald eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht wird oder die Fahrerin mit dem Treten aufhört, wird der Hilfsantrieb automatisch unterbrochen. Der elektrische Motor wirkt zusätzlich zur Muskelkraft und nur unterstützend. Solche Fahrzeuge sind verkehrsrechtlich den Fahrrädern gleichgestellt. Bis zu dieser Stufe gilt: Aufsteigen und wohlfühlen.  Helm-, Führerschein- und Versicherungspflicht sind kein Thema.

Mit Helm, Führerschein und allen Schnellfahrergimmicks

S-Pedelecs sind hingegen auch Fahrräder mit Elektro-Hilfsantrieb. Die schaffen 18 km/h ohne Treten. Sie können bei kombiniertem Einsatz von Muskel- und Motorkraft eine Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h erreichen. Deshalb sind sie herkömmlichen Leichtmofas gleichgestellt. S-Pedelecs dürfen nur auf Straßen und nicht auf Radwegen fahren. Es gilt Helm-, Führerschein- und Versicherungspflicht.

Der internationale Begriff „E-Bike“ ist nicht genau definiert. Umgangssprachlich kommt er, je nach Anwendungsfall, sowohl für Pedelecs als auch für S-Pedelecs zum Einsatz.

Das sind die E Tretroller des Monats.