10 August, 2022, 21:24

E-Tretroller kaufen und damit die Welt verbessern

Der Escooter, ein E-Tretroller mit elektrischen Antrieb, ist nicht nur praktisch, sondern sieht dazu noch stylisch aus und lässt uns, zumindest für einen Moment, Kindheitserinnerungen aufleben. Den Markteintritt für die Flitzer hat Verkehrsminister Scheuer geebnet, Deutschland bereitet sich auf den E-Tretroller-Boom vor. Andere Länder haben es bereits vorgemacht, wie die USA oder auch Österreich, dort dürfen Escooter in vielen Städten seit Monaten fahren.

Escooter gehören in den USA zum Straßenbild

Überall wo man hinschaut in Kalifornien, findet man die elektro Tretroller, in Deutschland sind sie gerade erst angekommen. Zwei Unternehmen haben das US-Geschäft fest im Griff – Bird und Lime. Sie haben ihren Siegeszug in Kalifornien gestartet, doch nur dort sind sie längst nicht mehr. Seit November 2017 haben sich die beiden führenden Anbieter auf mittlerweile über 100 Städte ausgebreitet. Die Escooter-Pioniere wollen auch beide nach Deutschland. Um sich in der Heimatstadt des E-Tretroller-Hypes, Santa Monica, ein Gefährt zu leihen, muss man mindestens 18 Jahre alt sein, eine Kreditkarte besitzen und die App eines Anbieters haben. Das geht in den USA sogar mit einem deutschen Führerschein. Nach nur 5 Minuten kann das Fahrvergnügen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Km/h und einer Reichweite von ca. 10 Kilometer beginnen. Eine Helmpflicht gibt es nicht, Escooter werden wie Fahrräder reguliert, es gilt die Straßenverkehrsordnung. Die genauen Vorschriften darf allerdings in den USA jede Stadt für sich selbst festlegen.

Österreichs E-Tretroller-Hauptstadt ist Wien

Seit 2018 hat Wien die Elektro-Tretroller (Escooter) erlaubt. Zum Ende des vergangenen Jahres hin wurden über 3.500 Escooter in Wien gezählt. Österreichweit wurden wesentlich mehr verkauft. Die Wiener beschreiben die Fahrzeuge als „bequemes und schnelles Fortbewegungsmittel, das Spaß macht“. Der große Unterschied zwischen Kalifornien und Wien in Sachen Escooter ist, dass die Verleihfirmen sich im Vorfeld an die Städte wenden. In Deutschland haben diese Gespräche in den letzten Monaten sogar auf Bundesebene stattgefunden. In Wien ist das Escooter fahren ohne Helmpflicht auf Radwegen und Straßen erlaubt. Und haben im Straßenverkehr, wie in den USA, den Status eines „Fahrrads“. Die Wiener sind sich einig, der E-Tretroller ist eine optimale Alternative zu Staus im Stadtverkehr.

E-Tretroller schaffen neue Jobs

Kaum war der Beschluss in der Politik gefasst, in Deutschland den Escooter massentauglich zu regulieren, werden Online- wie Offlineshops und Escooter-Sharing-Unternehmen aus dem Boden gestampft. Und das ist auch gut so, denn jeder dieser kommerziellen Unternehmen zahlt Steuern, treibt Handel, trägt zu einem besseren Verkehrswesen in der Stadt bei, und stellt Mitarbeiter ein. Aber nicht nur dort werden neue Arbeitsplätze geschaffen, sondern auch in ganz anderen Bereichen. In Wien hat der Escooter-Sharing-Pionier Bird mehrere E-Tretroller Wartungsmitarbeiter eingestellt, die rund um die Uhr in der Stadt die Escooter warten und darauf achten, dass alle Vorgaben der Stadt eingehalten werden.

Sollten nur einige der Vorteile von Escootern oder E-Tretrollern eintreffen und zumindest eine kleine Mobilitätsrevolution geschafft werden, dann haben wir die Welt etwas besser gemacht.

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